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Abschlussbericht: Unternehmen steigern Energieeffizienz um bis zu rund ein Drittel

Das mit 8 Betrieben des Hotel- und Gaststättengewerbes in den Jahren 2006-2008 durchgeführte Modellvorhaben brachte der Umwelt deutliche Entlastungen (über die gesamte Gruppe hinweg 10,6% weniger CO2-Emissionen) und den meisten Unternehmen eine Steigerung ihrer Energieeffizienz. Temperaturbereinigter Spitzenwert: 36,4% (Gesamtgruppe: rund 5%). Einig waren sich die teilnehmenden Betriebe in der Einschätzung, dass sie ohne die intensive Betreuung mit regelmäßiger Vorort-Präsenz nicht in der Lage gewesen wären, die vielfältigen organisatorischen und technischen Verbesserungsmöglichkeiten auszuschöpfen. Als Ergebnis des Projekts wird der DEHOGA sein Beratungsangebot für seine Mitgliedsunternehmen überprüfen. Er verfolgt dabei das Ziel, seine Präsenz in den Unternehmen zu erhöhen und die Mitarbeiterschulung auszubauen.
Pressemitteilung
Endbericht
Pressebericht EHOGA Magazin 2/2009
Pressebericht Neckar Express 7.1.2009
Pressebericht Haller Tagblatt 3.1.2009
Pressebericht Heilbronner Stimme 30.12.2008

Gastgewerbe reduziert den
CO2-Ausstoß deutlich

Die 8 teilnehmenden Gastronomen vor der Burg Stettenfels

Mit einem konsequenten Energiespar-Programm tragen acht gastronomische Betriebe im DEHOGA-Kreisverband Heilbronn zur Umweltentlastung bei. Ob der Austausch von Beleuchtungsmitteln, ein anderer Stromlieferant oder die Investition in neue Fenster – in allen Fällen wurde das Ziel der Verringerung des Kohlendioxid (CO2)-Ausstoßes erreicht. Die Projektpartner – Kurt Weissenbach vom Modell Hohenlohe e.V. und DEHOGA-Geschäftsführer Hugo Kurz freuen sich: „Nach einem Jahr Projekt-Laufzeit können wir positive Entwicklungen vorweisen.“ Die CO2-Emissionen der acht beteiligten Betriebe sind von 2005 auf 2006 um etwa fünf Prozent gesunken. Die Unternehmen haben ihre Energieeffizienz gesteigert.

Das 2006 gestartete Projekt zur Steigerung der Energieeffizienz im Gastgewerbe wurde initiiert durch die DEHOGA-Geschäftsstelle Heilbronn in Zusammenarbeit mit dem Modell Hohenlohe e.V. (Projektträger und Projektmanagement), der DEHOGA Beratung und dem Institut für Energiewirtschaft und rationelle Energieanwendung der Universität Stuttgart.

Fünf der acht Betriebe kommen aus dem Kreis Heilbronn (Heilbronn, Bad Rappenau, Untergruppenbach, Weinsberg), je ein Betrieb aus den Kreisen Hohenlohe (Kupferzell) und Schwäbisch Hall (Mainhardt) sowie einer aus Mühlacker. Sie nutzen auf unterschiedliche Weise die Beratungsangebote und Empfehlungen des Projektes. Individuell wurde das Einsparpotenzial anhand von ausgegebenen warmen Mahlzeiten, Übernachtungen, beheizter Quadratmeter, Energieträgerverbrauch und anderem erfasst. Daraus wurden Zielwerte ermittelt. Am Ende des Projektes kann ein Minus von 134,4 möglichen Tonnen CO2 stehen. 2006 wurde im Vergleich zu 2005 der Ausstoß schon um 54,8 Tonnen CO2 reduziert.

Neben der Beratung und wiederkehrenden Betreuung in den Betrieben liegt der Schwerpunkt in der Schaffung des Energiespar-Bewusstseins. Richtig Lüften kann man lernen. Heizkörper im Hotelzimmer sparsam einstellen und den Fernseher ausmachen spart richtig Geld. Wie sieht die Energiebilanz einer Übernachtung, eines Mittagessens, einer Seminar-Veranstaltung, eines Gastes aus? Mit solchen Themen werden Mitarbeiter sensibilisiert. Anja Weimar, Geschäftsführerin auf Burg Stettenfels über Untergruppenbach, weiß: „Solche Schulungen rütteln wach.“ Hugo Kurz: „Diese Regelmäßigkeit der Thematisierung des Energieverbrauchs motiviert zur Umsetzung von Maßnahmen, die sonst im Alltagsbetrieb unterzugehen drohen. Viele Betriebe haben durch die Teilnahme an diesem Projekt den letzten Motivationsimpuls für Investitionen zur Verbesserung der Energieeffizienz erhalten.“

Die einzelbetriebliche Beratung vor Ort wird vom Wirtschaftsministerium sowie vom DEHOGA und der regelmäßige Energie-Effizienz-Tisch vom Umweltministerium Baden-Württemberg gefördert. Dabei werden im Gespräch mit den Gastwirten Einsparvorschläge entwickelt. Themen sind unter anderem Wärmedämmung am Gebäude, Optimierung der Haustechnik oder die Stromtarifprüfung. „Neben den üblichen Einsparvorschlägen im Heizungs- und Beleuchtungsbereich haben sich branchenspezifische Potenziale z.B. im Kühlbereich für Nahrungsmittel herauskristallisiert“, weiß Kurz. Muss es unbedingt eine Minibar in jedem Zimmer geben oder reicht ein Kühlschrank pro Flur? Energiesparziele stehen damit auch in einem Zielkonflikt mit dem Komfort für die Gäste.

Viele dieser Maßnahmen sind nicht nur aus Klimaschutzgründen, sondern auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht oder mit Blick auf die Komfortverbesserung (Zugluft, kalte Oberflächen u.a.) sinnvoll. Vorstandsvorsitzender Kurt Weissenbach vom Modell Hohenlohe und Hugo Kurz sind sich einig: „Die Nutzung dieses Energieeffizienzprojektes ist positiv für jeden Betrieb.“ Vor allem sei es auch für kleinere und mittlere Betriebe anwendbar.

Die Energiekosten entwickeln sich in der Gastronomie „immer dramatischer“, stellt der DEHOGA-Kreisvorsitzende Martin Kübler fest. Sie machen heute sehr oft mehr als 6 % des erzielten Umsatzes aus und dies mit eher steigender Tendenz. Nicht selten werden Werte von über 8% bis zu 10% erreicht. Gute Betriebe liegen im Bereich zwischen 4,5 und 5 Prozent des Umsatzes. Sehr effiziente Betriebe erzielen Ergebnisse im Bereich von 3% des jeweiligen Umsatzes. Für Betriebe mit schlechten Werten ergibt sich deshalb auch ein nennenswerter betriebswirtschaftlicher Nachteil. Beherbergungsbetriebe weisen regelmäßig einen um 1 bis 1,5 %-Punkte niedrigeren Umsatzanteil aus. Die daraus folgenden hohen Kosten erklären einerseits die wachsende Nachfrage nach Beratung durch die DEHOGA Beratung. Andererseits zeigt dies auch die Chancen zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung eines solchen Projektes für kleinere und mittlere Unternehmen mit ihren besonderen Anforderungen in der Beratung und späteren Begleitung in der Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen. Martin Kübler: „Der vernünftige Umgang mit den Energien kann zu einer erheblichen Kostenersparnis führen.“

Informationen zum Thema „Klimaschutz und Energieeffizienz in der Gastronomie“ sind ab sofort unter www.geniesser-ecke.de und unter www.energieeffizienz-initiative.de zu finden.

 

INFO Projektteilnehmer

- Hotel Cafe Schoch 74535 Mainhardt - Heiner Schoch
- Burg Stettenfels GmbH 74199 Untergruppenbach - Anja Weimar
- Hotel Rappenhof 74189 Weinsberg - Elisabeth Wurster
- ARKUS Arbeits-, Kultur-, Selbsthilfe-gGmbH 74074 Heilbronn - Birgitt Wölbing
- Landhotel Gasthof Krone 74635 Kupferzell - Susanne Knapp
- Kurhaus Gastronomie GmbH 74906 Bad Rappenau - Martin Kübler
- Pfälzer Hof 74906 Bad Rappenau - Helmut Reinhardt
- Hotel Restaurant Scharfes Eck 75417 Mühlacker - Frank Frommherz

INFO Energieeffizienz-Projektpartner

Der Verein Modell Hohenlohe, Netzwerk betrieblicher Umweltschutz und nachhaltiges Wirtschaften e.V.

steht seit seiner Gründung 1991 für unternehmerische Verantwortung im Umwelt- und Klimaschutz. Mit den Aktivitäten im Umwelt- und Klimaschutz will er gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen durch wirtschaftliche Vorteile steigern. Hiefür nutzt er die überbetriebliche Zusammenarbeit in vertraglich vereinbarten Verbundprojekten, wie z.B. im vorliegenden Gemeinschaftsprojekt mit dem DEHOGA. 

Die bis zum Jahr 2002 zurückreichenden Erfahrungen mit modellhaften Energieeffizienztischen mit Gewerbebetrieben sollen im Zuge dieses Projektes auf die branchenspezifischen Anforderungen des Gastgewerbes übertragen und angepasst werden. Am 7.6.2006 wurde dem „Modellvorhaben Energieeffizienzprojekt Gastgewerbe zur Reduzierung der CO2-Emissionen“ der Zuwendungsbescheid des Umweltministeriums Baden-Württemberg für eine 30%-Förderung (jedoch maximal 8.385 Euro) erteilt. Nach intensiver Teilnehmersuche konnte dann am 29.06.2006 die Startsitzung im Kurhaus Bad Rappenau stattfinden.

 

Folgende Personen sind für das Projekt zuständig:

  • Projektverantwortliche: Geschäftsführerin Jutta Bauer und Vorstandsvorsitzender Kurt Weissenbach, Modell Hohenlohe e.V.
  • Projektmanagement: Dipl.-Ing.(FH) Armin Ehrmann, Modell Hohenlohe e.V.
  • DEHOGA Geschäftstelle Heilbronn-Franken: Geschäftsführer Hugo Kurz
  • IER: Dr.-Ing. Sven Eckardt

 

 

 
Modell Hohenlohe

Energiesparmodelle
der teilnehmenden Betriebe
:

Hotel Cafe Schoch,
Mainhardt

Burg Stettenfels
GmbH
,
Untergruppenbach

Hotel Rappenhof,
Weinsberg

ARKUS Arbeits-, Kultur-, Selbsthilfe-gGmbH,
Heilbronn

Landhotel Gasthof Krone,
Kupferzell

Kurhaus Gastronomie GmbH,
Bad Rappenau

Pfälzer Hof,
Bad Rappenau

Hotel Restaurant Scharfes Eck, Mühlacker

Beispiel Burg Stettenfels in Untergruppenbach – Interview mit Anja Weimar

Energieeffizienz-
kampagne der
ARKUS gGmbH